Therapie der Facettengelenke

  • Facettentherapie (Facettenspritzen – Facettendenervation) im Bereich der Wirbelsäule: (Therapie der kleinen Wirbelgelenke)
  • Bei leicht- bis mittelgradigen verschleißbedingten Veränderungen der kleinen Wirbelgelenke (Facettengelenke) werden u.a. auch Spritzen mit Hyaluronsäure

Bei höhergradigen Veränderungen (Facettenarthose) können die betroffenen kleinen Wirbelgelenke auch mit Wärme verödet werden (siehe Bild); dies geschieht ambulant ohne besondere Betäubung unter sterilen Bedingungen.

  • Facettentherapie / Therapie von Bandscheibenvorfällen mit PRT/ ACP
    • Neuroaxiale Therapie
  • Sonderform der Facettenspritzen mit körpereigenen Stammzellen, Zytokine und Wachstumsfaktoren (s.o. ACP – PRT) bei verschleißbedingten Erkrankungen von Wirbelsäulenanteilen und rückenmarksnahen Veränderungen, u.a. auch der Bandscheibe
  • Sonderform mit Kombination der Stammzellentherapie und der Aktivierung mittels

Therapie mit Stammzellen – Proliferationstherapie - Eigenbluttherapie

Grundlagen:

Diese Verfahren beruhen auf den Erkenntnissen, dass das Blut im Menschen Bestandteile (Wachstumsfaktoren, Zytokine, Stammzellen) enthält, die den Heilungs- und Aufbauprozess erheblich anregen können.

Die Methode stärkt so die autologe körpereigene Zellregeneration, die auf die Aktivierung dieser körpereigenen Wachstumsfaktoren, Zytokinen und Stammzellen beruhen.

Sie werden insbesondere bei der Behandlung von Sehen– und Muskelerkrankungen, teils frischen Sehnenverletzungen (Achillessehnenteilriss, Knie-Innenbandrissen, Sehnenrissen am Sprunggelenk), aber auch bei degenerativen (verschleißbedingten) bzw. chronischen Prozessen, wie bei Arthrosen (Gelenkverschleiß Grade 1-3) oder Achillodynie (schmerzhafte und meist verdickte Achillessehne), austherapierten Fersenspornleiden (Fersensporn, Plantarfasziitis) und schlechte heilenden Knochenbrücken oder zur Heilverstärkung nach operativen Eingriffen, u.a. nach Rekonstruktion der Rotatorenmanschette.

– PRP – Platelet rich plasma oder

– ACP – autologes konditioniertes Plasma

            (autologous conditioned plasma):

durch eine Blutentnahme und Zentrifugation werden Wachstumsfaktoren (PDGF, TGF β1/2, EGF u. IGF-1,…) gewonnen, die ins Knie (oder ein anderes Gelenk) od. eine andere Stelle am Körper gespritzt werden (wie z.B.  bei Sehnenschäden – Achillessehnenbereich oder z.B. bei therapieresistentem Fersenspornleiden/ Plantarfasziitis)

  • Förderung der Zellbildung von knochen- und knorpelaufbauenden Zellen (Proliferation der Osteoblasten und Chondroblasten)
  • Verbesserung der Matrixbildung (z. B. Kollagen-, Proteoglykan-Produktion)
  • Stimulation der Angiogenese und Chemotaxis (Stimulation der Gefäßneubildung zur lokalen Durchblutungsverbesserung und Förderung / Beschleunigung von biologischen Prozessen