Meniskusriss

Kniegelenksspiegelung - Meniskus

Grundlegende Zusammenhänge
(gemäß neuster wissenschaftlicher Datenlage)

  • Jeder Meniskusriss führt zu Knorpelschäden !
  • Eine Meniskusextrusion (bei Belastung über den Gelenkrand hinausstehender Meniskus) führt zu Knorpelverlust !
  • Knorpelschäden selbst führen zu Meniskusrissen !
  • Die Meniskus-Durchblutung nimmt von außen nach innen ab !

Nur der äußere Anteil (ca. äußeres Drittel) des Meniskus wird durchblutet und kann in bestimmten Fällen und bestimmten Rissformen genäht werden. Der Meniskus hilft bei der Führung des Kniegelenkes; insbesondere der Meniskusaußenrand trägt wie die Bande beim Billard zur Stabilisierung des Kniegelenkes bei. Führen intensive konservative Maßnahmen nicht zu einer Besserung der Schmerzen und der eingeschränkten Beweglichkeit, dann ist sicher bei entsprechendem Leidensdruck und eingeschränkter Leistungsfähigkeit eine Operation unumgänglich geworden.

Hierzu stehen folgende Verfahren zur Verfügung:

  • Teilentfernung des Meniskus
  • Meniskusnaht (Abhängig von Patientenalter, Rissform)
  • Teilentfernung und Naht eines klaffenden Risses
    an der Meniskusbasis

Kniegelenksspiegelung - arthroskopische operative Behandlung


Die Arthroskopie ist eine minimalinvasive Operation, d.h. sie ist durch den kleinen Zugangsweg zum Gelenk weniger belastend; sie wird häufig auch als „Schlüssellochmethode“ bzw. „Schlüssellochoperation“ bezeichnet. Hierbei werden über 2 kleine Hautschnitte von je ca. 0,5 cm Länge, die benötigten Instrumente (Optik-Kamera, Zange-Stanze, Schere, Sauger, rotierende Fräse) eingeführt.

Nach dem diagnostischen Rundumblick (um die anhand der Vorgeschichte, der Untersuchung und der Zusatzuntersuchungen vermutete Diagnose zu bestätigen) wird in der gleichen Sitzung mit der Therapie, also der Behandlung, begonnen.

Arthroskopisch und arthroskopisch-unterstützt lassen sich auch viele Operationen am Knie-, Schulter-, Sprung- und Hüftgelenk sowie andere auch kleinere Gelenke durchführen.