Ellenbogen

Im Bereich des Ellenbogen sind eher überlastungsbedingte Schmerzzustände anzutreffen: Begriffe wie Werfer- oder Tennisellenbogen sind den meisten Patienten nicht fremd. Hierbei gilt es diese Schmerzzustände von Erkrankungen des Gelenkbereichs abzugrenzen. Diese sind insgesamt selten, jedoch können solche Gelenkveränderungen oder Gelenkkörper nach früheren Verletzungen auftreten.

Es kann schnell durch eine Anfangsschädigung der muskulären Ursprungsstellen am Übergang zum Knochen, die nicht unbedingt durch eine einzelne Situation, sondern auch als wiederholte kleiner Überlastungsschäden zu Reizzuständen und Entzündungen mit Weichteilschwellung und somit zu Beschwerden kommen.

Diese werden durch die Tatsache gefördert, dass ab ca. dem 40. Lebensjahr die „elastischen Strukturen bzw. das Fasziensystem“ an Elastizität verliert und so Druckspitzen eher an den knöchernen Übergangszonen gelangen und Reizungen verursachen können.

Häufig sind die stabilisierenden Strukturen, wie Bänder, Sehen und die Muskulatur beteiligt; letztere können durch Triggerpunkte und Verkürzungen im Oberarm- und Unterarmbereich bzw. einer mangelnden Balance der Muskulatur zu schmerzhafter Bewegungseinschränkung führen, weshalb hier ein Ansatz zur konservativen Therapie gegeben ist.

Zur ersten Schmerzlinderung eignen sich Schmerzgels und -salben mit dem Wirkstoff Ibuprofen oder Diclofenac sowie pflanzliche und homöopathische Mittel wie Traumeel-, Arnica- oder Kytta-Salbe; sie wirken zusätzlich angenehm kühlend – diesen kühlenden Effekt kann man bei akuten Problemen durch Kühlpacks unterstützen.

Ferner ist insbesondere hierbei ein tägliches Dehnen, auch unter Schmerzen, die Grundlage jeglicher therapeutischer Maßnahmen!

Bei akuten Ellenbogenschmerzen können z.B. die Wirkstoffe Ibuprofen oder Diclofenac als Tabletten eingenommen werden. Sie sollten Sie allerdings mit Vorsicht und nur über wenige Tage anwenden. Es kommen auch stützende Bandagen und Orthesen zur Anwendung. Manchmal muss eine Entlastung erfolgen.

Insbesondere bei hartnäckigen Symptomen eignen sich die moderne Therapieformen wie die Stoßwellentherapie (fokussierte Stoßwellentherapie, Triggerstoßwellentherapie) zur Behandlung der Muskulatur und der muskulären Ursprungsstellen am Knochen sowie eine sogenannte Stammzellentherapie (ACP – PRP): hierbei werden körpereigene Wirkstoffe aus dem Eigenblut isoliert und an die schmerzhaften Bereiche als Injektion verabreicht, um so die Durchblutung, den Entzündungsablauf sowie den Stoffwechsel und letztendlich dem Schmerz zu beeinflussen.

Operative Eingriffe sind eher selten
Sollte es doch zu einer Operation kommen:

Unsere erfahrenen und mit den bewährten Techniken vertrauten Fachärzte für Orthopädie, Dr. Kovacs und Dr. Benes, betreuen Sie während des gesamten Ablaufs von der ersten Untersuchung bis hin zur letzten Nachbehandlung.

Sie können mit Ihnen den Nutzen solcher Eingriffe diskutieren und Ihnen ggf. Alternativen aufzeigen, um Beschwerden zu lindern.