Akupunktur

Akupunkturbehandlungen nach den Grundlagen der Traditionellen Chinesischen Medizin stellen einen bedeutenden Bestandteil im Rahmen der Schmerztherapie akuter und chronischer Schmerzkrankheiten dar.

Die Indikationen und Therapiemöglichkeiten der Akupunktur gehen jedoch weit über das rein orthopädisch-somatische Krankheitsgeschehen hinaus, indem sie auch psychosomatische Zusammenhänge bzw. vegetative Begleitsymptome der Erkrankung positiv beeinflussen kann (z.B. Schlafstörungen, Erschöpfungszustände, depressive Verstimmungen, Angstsymptome, Nervosität, Tinnitus, Schwindel).

Weitere Beispiele für Indikationen der ganzheitlichen adjuvanten und schonenden Therapieverfahren Akupunktur (Körperakupunktur) und Ohrakupunktur:

  • Arthralgien und Arthrosen
  • Arthritis und rheumatoide Arthritis
  • BWS-Syndrom
  • Epikondylopathien (Tennisellenbogen, Golferellenbogen)
  • Karpaltunnelsyndrom
  • HWS-Syndrom
  • Coxarthrose
  • Coxalgie
  • Morbus Sudeck
  • Myofasziales Schmerzsyndrom
  • Periarthritis humeroscapularis
  • Tendinopathie
  • Achillodynie
  • Kopfschmerz
  • Migräne
  • Interkostalneuralgie
  • Polyneuropathie
  • Depressive Verstimmung
  • Nikotinentzug (Raucherentwöhnung)
  • Unruhezustände
  • Psychovegetative Syndrome
  • Schlafstörungen
  • Lymphödem, Lymphabflussstörungen
  • Tinnitus
  • Postoperativer Schmerz

Unsere Akupunkturtherapie beruht auf den Grundlagen der TCM (Körperakupunktur und Ohrakupunktur) – es erfolgt eine kontinuierliche Qualitätsüberprüfung durch die kassenärztliche Vereinigung (KV) sowie  regelmäßige Teilnahmen am Qualitätszirkel (QZ) Akupunktur.

Eine Kostenübernahme der gesetzlichen Krankenkassen erfolgt in der Regel für:

  • Chronische Schmerzen der Lendenwirbelsäule
  • Schmerzen aufgrund einer Kniearthrose.

Akupunktur - Wirkweisen und Allgemeines:

Die Akupunktur nutzt für ihre analgetische Wirkung körpereigene antinozizeptive Systeme des Zentralnervensystems.

Die Langzeiteffekte der Akupunktur wurden in den Studien von Carlsson (2002) und Napadow (2007) nachgewiesen.

Inzwischen hat sich in wissenschaftlichen Studien herausgestellt, dass die Akupunkturwirkung bei chronischen Schmerzen weitaus stärker ist als bei akuten Schmerzen, wenngleich es jedoch auch Untersuchungen über eine mässige Anhebung der Schmerzschwelle bei akuten Schmerzen gibt (Irnich, Beyer 2002).

Erwaehnenswert sind die 3 wesentlichen Angriffspunkte der Akupunktur im Nervensystem:

  • Spinale Mechanismen (sprich Mechanismen, die auf Rückenmarksebene wirken): segmental-afferente Hemmung, Gate-Control-Theorie, somatoviszerale Reflexbögen, Hemmung über propriospinale antinozizeptive Neurone)
  • Mechanismen auf Ebene des Mittelhirns im periaqaeductalen Höhlengrau, Thalamus, Nuclei raphes, N. caudatus, Gyrus cinguli sowie anderen Anteilen des limbischen systems (deszendierende Schmerzhemmung, ..)
  • Mechanismen auf Ebene der Hypothalamus-Hypophysen-Achse (auch endokrine Mechanismen)

Es gibt darüberhinaus auch Wirkungen auf den Cortexbereich sowie andere höhergelegene Zentren des Zentralnervensystems, welche sowohl an der sensorischen als auch an der affektiven (seelischen) Verarbeitung von Schmerzen beteiligt sind.

Effektive Therapie-Methoden, die in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden:

  • Ohrakupunktur
  • Moxibustion (Einbringen von Wärme in den Körper mit Hilfe von Akupunkturnadeln und einer Wärmequelle)
  • Schröpfen